
Stadtführungen durch das historische Köln
Kölsch
Met Spaß un Freud föhrt unsere Hein, Dozent der Akadamie för uns kölsche Sproch
, durch et historische Kölle. Anjereichert mit Sage, Lejende, Anekdötcher un
Verzällcher , ävver immer historisch korrekt, erlevve se ene Stadtspazierjang op
amüsante Aat.
Zodem mäht Hein och Föhrunge dorch et Karnevalsmuseum un üvver de Kirchhof
Melate.
Die Föhrungen sin jeeichnet für Vereine, Fründe, Kejelklubs, Familie un
Betriebe.
Duur: "Su lang wie et Spass mäht."
Auf Wunsch werden die Führungen auch in Hochdeutsch abgehalten
Hochdeutsch
Mit Spaß und Freud führt unser
Heinz, Dozent der Akademie „ för uns kölsche Sproch“, durch das historische
Köln. Angereichert mit Sagen, Legenden, Anekdoten und Erzählungen, aber immer
historisch korrekt, erleben Sie einen Stadtspaziergang auf amüsante Art.
Zudem macht Heinz auch Führungen durch das Karnevalsmuseum und über den Friedhof
Melaten.
Die Führungen sind geeignet für Vereine, Freunde, Kegelklubs, Familien und
Betriebe.
Dauer : „ Solange es Spaß macht“ .
Kölner Karnevalsmuseum
Als größtes Karnevalsmuseum im deutschsprachigen Raum präsentiert das Museum die
Geschichte und die Vielfalt des Karnevals von seinen Anfängen bis in die
Gegenwart. Von der Antike über Mittelalter, Barock und Franzosenzeit,
Romantischer Karneval, Kaiserzeit, Weimarer Republik/Nationalsozialismus,
Nachkriegszeit bis in die Neuzeit vermitteln Exponate mannigfaltiger Art und
moderne Audio- und Videoeinheiten verschiedenste Aspekte der jeweiligen Epoche.
Zu den bedeutsamen schriftlichen Dokumenten der Sammlung zählt u.a. das
Protokollbuch des Festordnenden Komitees aus dem Jahr 1827.
Und dank ausgewählter Ankäufe der letzten Jahre konnte ein umfangreiches
Spektrum an Schriftstücken, Dokumenten sowie Druckgrafik aus der Zeit des
16.-18. Jahrhunderts für die Historische Sammlung erworben werden.
Dem Rundgang
durch die einzelnen Einheiten der Epochen schließt sich am Ende der Historischen
Sammlung eine besondere Erlebnispräsentation zum Thema Straßenkarneval an.
Großobjekte wie Festwagen, Tragefiguren und Kostümpuppen werden erstmals in
dieser Form in eine Museumspräsentation miteinbezogen und lassen die Fünfte
Jahreszeit zu einem ganzjährig erfahrbaren Erlebnis werden.
Begleiten Sie uns auf der spannenden Zeitreise durch die Jahrhunderte und lassen
Sie sich in die faszinierende Welt des Karnevals entführen.
Schönheit, Vielfalt, Leben und Tod
Melaten ist, wie die anderen großen Friedhöfe in Deutschland, auf eine besondere Weise nicht nur ein Ort des Todes, sondern einer des prallen Lebens - und das macht seine Faszination aus. Mit Leben und Lebendigkeit sind nicht nur die Besucher gemeint, die hier spazieren gehen, sich umsehen, frische Luft und Ruhe genießen, die Erinnerung an ihre Verstorbenen wach halten, oder auch die Gräber ihnen Unbekannter besuchen und pflegen.
Auf Melaten lebt Kunstgeschichte. Nicht wie in einem Museum, sondern offen, für jeden zugänglich und im originalen Kontext. Wir können klassizistische Grabmäler mit Motiven aus der griechischen und römischen Kunst betrachten. Mit der Fortsetzung der Arbeiten am Dom wurde die Neogotik zu einer Mode in Kunst und Architektur. Die Neorenaissance und der Neubarock hielten ebenfalls Einzug auf Melaten und sind, wie die anderen Stilrichtungen, in Grabstätten, Motiven, Skulpturen und Symbolen lebendig. Und - anders als in manchen Museen - ist hier auch ein teilweise wilder Stilpluralismus zu finden.
Auf Melaten lebt vor allem Sozialgeschichte, denn hier wurden mehrere Jahrzehnte alle bestattet, die Armen und die Reichen. Die soziale Hierarchie des 19. und frühen 20. Jahrhunderts spiegelt sich noch heute in der Friedhofsanlage. An den Hauptwegen, den "Millionenalleen", wurde repräsentiert. Die oben skizzierte Vielfalt und Pracht galt dem Ausdruck und der Präsenz der Großen und Reichen. In den immer wieder neu belegten Reihengräbern sind viele Namen und viel Geschichte verloren gegangen. Wir sehen noch heute einfache gusseiserne Kreuze und Steine; darunter auch viele Grabmäler aus der zunehmenden Massenproduktion. Und es zeigt sich, dass Armut auch hier kaum Spuren hinterlässt: Die Armengräber wurden einst nach fünfzehn Jahren neu belegt.
Auf Melaten lebt ganz private Familiengeschichte neben den vielen Prominenten wie unter anderem Nicolaus August Otto (1832 - 1891), der 1876 den Viertakt-Motor vorstellte; Familie Millowitsch, die Schauspielerinnen Gisela Uhlen und Helma Seitz, der einst berühmte, von den Nazis ermordete Radrennfahrer Albert Richter (1912 - 1940); der aus dem Ruhrgebiet stammende Karnevalist Horst Muys (1925 - 1970); die Schauspieler René Deltgen (1891 - 1974), Gunther Philipp und Willy Birgel (1909 - 1979); Ferdinand Franz Wallraf (1748 - 1824), der sich sehr für Melaten engagierte und seine reiche Kunstsammlung der Stadt Köln schenkte und Johann Heinrich Richartz (1795 - 1861), Museumsgründer; Maria Clementine Martin, die berühmte Klosterfrau mit dem Melissengeist (1775-1843), oder die Familie Farina mit dem Schöpfer des "Eau de Cologne", Familie Greven, der Schriftsteller Heinz-Gunther Konsalik, der frühere Reichskanzler Wilhelm Marx, sowie Willi Ostermann und Jupp Schmitz.
Auf Melaten lebt, mit der Familien- und Individualgeschichte verwoben, Stadt- und auch Kriegsgeschichte. Ein Beispiel sind die Denkmäler: als Erinnerung an die im napoleonischen Heer gefallenen Kölner, an den Sieg der Preußen über Österreich, an die Opfer einer Gasexplosion im Jahr 1851 oder an die gefallenen Franzosen des Krieges 1870/1871. Und der Entstehungsanlaß des Melatenfriedhofes war die französische Besatzung von Köln ab 1794...
Nicht zuletzt lebt hier die Natur in einer Vielfalt, wie sie mitten in einer Großstadt fast nur in dem Refugium Friedhof zu finden ist. Melaten ist ein Landschaftsschutzgebiet. Viele Pflanzenarten, stattliche alte Bäume, über vierzig Vogel- und unzählige Insektenarten, Katzen, Eichhörnchen, Fledermäuse leben hier - alle in friedlicher Koexistenz mit den Lebenden und den Toten. Und so war Melaten auch geplant: als Grünanlage, Ort der Ruhe und Besinnung.
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